Stehe Gott uns bei, Wenn er sich nicht schon mit Grausen abgewendet hat.

 

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Maßnahmen gegen den feindlichen Nutzen der Kirche

 

Geheimes Treffen der Besetzer in einer Barracke aus Karton und Sperrholz."Die Menschen müssen sich von den Lehren der Kirchen abwenden. Sie schenken ihnen Hoffnung und Zusammenhalt. Wenn wir Sie fügig machen wollen, müssen wir jegliche Form von Religion sanktionieren.",rief eine dubiose Gestalt aus der finstersten Ecke des Raumes.„Jawohl. Wir dröhnen die verdammten Pfaffen mit einem Giftgemisch nieder. Wenn Sie stoned sind, wird ihnen keiner mehr Gehör schenken. Die Kirche wird von innen her verfaulen, Wie Sie's schon im Mittelalter gemacht hat.“ Beifall und Standing Ovations von allen Seiten. Irische und russische Diplomaten prosteten sich fröhlich zu, Ein engländischer Gesandter zog ein Maschinengewehr aus seinem Trenchcoat und feuerte auf die Decke. Suahelis verständigten sich untereinander mit ihrer Klicksprache, und stifteten somit kurzzeitig Verwirrung mittens im Freudentaumel der Okkupanten.



Szenenwechsel.

Eine kleine Kapelle am Lande. Die alten Frauen setzen sich alle nach der Reihe auf ihre Stammplätze, die Sie schon seit 50 Jahren wöchentlich besetzen.Die Glocken läuteten ein letztes Mal, um das schwatzende Volk beim Eingang reinzuholen.Als sich alle Gläubige auf die Plätze bequemten, wurde ein seltsames Geräusch aus der Sakrestei wahrgenommen. Es klang wie das Zischen einer aggressiven Viper. Das es sich bei diesem Geräusch um das Einspritzen einer bewusstseinerweiternde Droge handelte, konnte das Volk vorerst nicht wissen. Ein kurzes Rumpeln war zu vernehmen, dann plötzliche Stille. Als die Nervosität des Volkes merklich zunahm, begann der Orgelspieler sein Werk aufzunehmen. Das Haupttor schwang auf, und 6 Ministranten stolzierten mit überdimensionierten Kerzen in den Gottesraum.Sie reihten Sich vor dem Altar auf und warteten auf den Pfarrer.Nach 5 Minuten stolperte er in den Saal, fiel über seine Füße, und blieb benommen liegen.Ein junger Mann eilte zu ihm hin, um ihm aufzuhelfen."Verfluchter Sozialist!“, brüllte der Pfaffe und richtete sich wieder auf.Er riss ein Kruzifix aus seiner Halterung und torkelte ihn Richtung Altar. Nach mehreren Stürzen schaffte er es zum Rednerpult, und krallte sich dort verkrampft fest, da er sonst erneut gestürzt wäre. Seine Haut war rot, wie der Panzer eines gekochten Hummers, der Schweiß ran ihm in Bächen hinunter.Mit einem irren Blick musterte der Gottesdiener die anwesenden Personen. „Als Gentleman von Welt bereiste Ich einst den südlichen Teil des amerikanischen Kontinentes. Amazonasgebiet, wahrscheinlich. Mit von der Partie war eine Handvoll Broker von der Wallstreet. Pikfeine Jungs, selbst im dreckigsten Dschungel mit maßgeschneiderten Anzügen unterwegs.     Jedenfalls hatte uns innerhalb kürzester Zeit die Cholera am Arsch. War'n schreckliche Zustände. Kaum hast du dir einen Liter Wasser oder Bier eingeflößt, warn Sie schon wieder ausserhalb des Körpers. Nein ehrlich, Wir haben gekotzt und geschissen, wie eine ganze Republik Drogenabhängiger. Irgendwie haben's Wir aber in so ein schräges Eingeborenendorf geschafft. Sie gafften uns alle gierig an, wie wenn wir rohes Fleisch wären. Oh, scheisse, sind wir ja!“ Der Pfarrer begann heiser zu lachen, was aber in einen keuchenden Husten ausartete. Verschreckt sah er sich um. „Verdammte Bastarde, seit ihr mir bis hierher gefolgt?! Euch jage Ich in die Vagina zurück, aus der ihr gekrochen seit!“ Mit diesen Worten schleuderte Er das Evangelium nach einem imaginären Feind.  „Wo bin Ich stehengeblieben, bevor Ich von diesen dreckigen Mistkerlen wüst unterbrochen wurde? Achja, Wir fürchteten uns schon um unseren Arsch. Man weiss ja nie, womöglich landet man am Ende zusammen mit Kartoffeln und Rüben in einem Kochtopf. Wie sich dann aber herausstellte, waren die Ureinwohner ganz nette Kerle. Sie peppelten uns wieder auf, bis wir wieder so halbwegs menschliches Niveau erreichten. Kaum konnte Ich wieder laufen, passierte das nächste Malheur. Diese Broker, präpotente Arschkriecher, niedrigste Wirbeltiere, mischten mir heftige Drogen ins Essen. Das müssen Sie sich mal vorstellen! Ich hielt mich  6 Tage lang für einen Primaten. Als Ich wieder zu Sinnen kam, war Ich voller Läuse und stank zum Himmel. Ich liess sie aber nicht so einfach wegkommen, das können Sie mir glauben."Ein Zischen erfüllte die gesamte Kirche. Grüner Nebel manifestierte sich im gesamten Raum.Die Menge stimmte gemeinsam ein Hustkonzert an. Der Wahnsinn machte sich breit, und nahm jeden Einzelnen für sich ein. Ein Ansturm auf die Haupttür begann, diese war aber von außen verbarrikadiert worden. Ein Alter Mann wurde in die Höhe gehoben, und von unzähligen Händen weitergereicht, in Richtung Eingangstür. „Nehmt ihn als Rammbock, damit er auch mal zu was gut ist!“„Für mich wird’s wohl Zeit zu gehen.“, verkündete der alte Mann mit einem zufriedenen Grinsen, bevor er mit voller Wucht gegen die Tür gerammt wurde.Während das Gedränge weiterhin zunahm, begann der Pfarrer sich die Robe vom Leib zu reissen.Er nahm ein Kruzifix und drängte die verängstigten Ministranten in eine Ecke. „Verdammte Broker, jetzt wird der Spiess umgedreht. Ein Gotteskrieger gegen eure freie Marktwirtschaft!“


Eine Truppe Soldaten schlich um die Kirche.  „Cottonhead an Basis, bitte melden.“ „Basis an Cottonhead, was gibt’s?“  „Die Lage in Zielzone G13-Alpha eskaliert. Erbitten Erlaubnis Einzuschreiten.“ „Erlaubnis erteilt. Verluste auf Seite der Terroristen werden mit Vergnügen in Kauf genommen.“    „Roger.“

Mit einem Hagel aus Glassplitter zerbarsten die Kirchenfenster.6 faustgroße Gegenstände landeten auf dem Boden

Mit einem Knall verabschiedete sich eine weitere Schar streng gläubiger Katholiken von dieser Welt.



16.6.08 23:05
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Herr Schön aka smokey / Website (17.6.08 12:43)
Ein weiterer gelungener Einblick in die Story.
Schön langsam kann ich mir schon einiges vorstellen und habe Gusto auf mehr.

Tüchtig!

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